Sara-Frenkel-Platz, Wolfsburg

Der ehemalige Europaplatz in Wolfsburg wurde 2007, aufgrund seiner Lage im Schnittpunkt eines Verbindungsweges zweier im zweiten Weltkrieg hier befindlicher Zwangsarbeiterlager, zum Standort für ein Denkmal für die Zwangsarbeiter bestimmt. Der gewählte Standort ist somit authentischer Ort des Geschehens.

Die Platzgestaltung - des für das Denkmal neu geschaffenen Sara-Frenkel-Platzes - erfolgte in Koproduktion mit der Künstlerin Sabrina Hohmann. Eine flächenbündige Belagsintarsie hebt die Platzoberfläche aus dem Stadtboden heraus und versammelt Denkmal, Bäume und Ausstattungselemente. Durch Materialwahl und Ausführung entsteht eine andere, eigene Atmosphäre an dem Ort, die auch durch das Zusammenwirken von Platzoberfläche und Denkmal getragen wird. Die Ausrichtung der Belagsintarsie orientiert sich an der Lage des ehemaligen Lagers auf der Westseite der Porschestraße. Die Oberfläche der steinernen Intarsie weist ein subtil geformtes Geländerelief auf, dessen Höhenentwicklung die örtlich vorhandene Topographie in Gestalt eines Hügels und einer Mulde überformt und dem Denkmal so einen ‘natürlichen Sockel‘ gibt. Bei dem Denkmal des Künstlers Andreas von Weizsäcker handelt es sich um den Bronzeabguss eines Buchenstammfragmentes mit Einritzungen, die russische Zwangsarbeiter dort im Stadtwald von Wolfsburg vornahmen.

Informationen

Landschaftsarchitekten / Stadtplaner
lad+  landschaftsarchitektur diekmann
Martin Diekmann
in Zusammenarbeit mit
Sabrina Hohmann, Freie Künstlerin,
Wackersberg

Mitarbeiter lad+
Martin Diekmann, Bianca Däwes, Silvia Titze

Programm
Gestaltung Stadtplatz als Denkmalstandort

Planung  2008 - 2009
Bauzeit  2009 - 2010
Einweihung  18.06.2010

Bauherr
Stadt Wolfsburg
Geschäftsbereich Straßenbau
und Projektkoordination

Örtliche Bauleitung
BPR Bernd F. Künne & Partner, Hannover

Lichtplanung
Fahlke & Dettmar, Neustadt

Fotos
© Sören Deppe
© Klaus Gottschick
© lad+