Rosenplatz, Osnabrück

Von dem eindrucksvollen gründerzeitlichen Rosenplatz, mit begrünter Platzmitte und seitlichen Flanierbereichen, ist zuletzt nur mehr eine breite Durchgangsstraße mit schmalen Gehsteigen übrig geblieben. Die Umgestaltung zielte darauf ab, den vorherrschenden Charakter des Straßenraumes zu überwinden und eine zusammenhängende, nutzbare Platzfläche zu gewinnen.

Basis des neuen Rosenplatzes ist eine homogener Bodenbelag aus Ortbeton, der den Raum über die Fahrbahn hinweg zusammenbindet und sich von den angrenzenden herkömmlichen Straßenbelägen signifikant unterscheidet: ein Farbmuster, aus unterschiedlich rot eigefärbten Betonfeldern überspielt die Fahrbahnflächen in Form einer Camouflage und memoriert die ursprünglich hier vorhandenen Rosenbeete.

An den Rändern entfalten sich vielfältig nutzbare Holzdecks aus der Platzfläche. Diese dienen als Witterungsschutz der Haltestellen und generieren neue Orte zur individuellen Aneignung. Ausgehend von einem größeren Baumhain verteilen sich Schatten spendende Lederhülsenbäume dispers über den gesamten Platz.

Informationen

Landschaftsarchitekten / Stadtplaner
lad+  landschaftsarchitektur diekmann
Martin Diekmann
in Arbeitsgemeinschaft mit
yellow z urbanism architecture, Berlin/Zürich
Oliver Bormann, Martin Schröder, Mario Abel
und
BPR Bernd F. Künne & Partner, Hannover/Bremen
Bernd F. Künne, Thomas Pfeiffer,
Markus Mey

Mitarbeiter lad+
Bianca Däwes, Sabine Rabe, Silvia Titze

Programm
Umgestaltung Straßenraum, Integration ruhender und fließender Verkehr in den Stadtplatz

Wettbewerb 2005, 1. Preis

Größe 10.500 qm

Planung  2006 - 2013
Bauzeit  2011 - 2013

Bauherr
Stadt Osnabrück
Fachbereich Städtebau,
Fachdienst Straßenbau
vertreten durch
GFS Gesellschaft für Stadtentwicklung GmbH, Bremen

Verkehrsplaner
BPR Bernd F. Künne & Partner, Hannover

Bauoberleitung
BPR Bernd F. Künne & Partner, Hannover

Fotos
© Sören Deppe
© Marc Theis